Eigentlich stand heute der Besuch der ‘Niagara Falls’ auf dem Tagesprogramm. Aber es kam alles anders als geplant.
Gestärkt mit frischen Pancakes und einem gefühlten Liter Kaffee, ging es gegen 10 Uhr Ortszeit in Richtung Front St. zur ‘Enterprise’ Autovermietung. Recherchen im World Wide Web ermöglichten uns im Vorfeld, zumindest virtuell, jede erdenklich Möglichkeit – ob Mini, Exotische Luxuswagen, oder der Wagen vom einheimischen Nachbarn – der Phantasie waren scheinbar keine Grenzen gesetzt. Die Wirklichkeit allerdings zeigte uns jene Barrieren sehr deutlich und ließ uns, binnen Sekunden, die komplette Tagesplanung über den Haufen werfen.
In Kanada ist man privat Haftpflicht versichert und nicht das Auto. Wir hatten leider keine Police dabei. Nix mit Auto. Also führte uns der Weg zunächst in Richtung ‘Eaton Center’. Wir hatten beschlossen aus Trotz nun jede Menge Postkarten für die ‘bucklige’
Verwandt- und Bekanntschaft zu kaufen und alle gleich noch vor Ort zu schreiben [wozu es bisher allerdings nicht kam]. Das Einkaufscenter der Superlative hielt uns, in all seiner Größe, jedoch für einige Stunden in seinem Bann, verleitete uns zu Buch und Souvernir Käufen und lockte erneut in den wirklich großen Applestore – den wir aber ohne Ware verlassen mussten [Anmerk.: die 'Magic Mouse' gibt es auch hier noch nicht - LEIDER
].
Vom Ganzen hektischen Hin und Her und von Hunger getrieben entdeckten wir an der frischen Luft einen ganz herrlichen Hot Dog – Pommes und Co. Wagen. Diese klassischen Mittagessen-Provider wollten wir nun mal testen. Es gab einen Hot Dog mit hausgemachten Fries (also Pommes) und dazu ein Pop (Limo in der Dose). Der Hot Dog war in ein dunkelrotes, sehr würziges Würstchen etwa von der Dicke einer Bockwurst aber mit sehr zartem Darm. Man konnte nach belieben Würzen und mit Gurken und anderem Gesockse verfeinern.
Gesättigt begaben wir uns nun zum Hard Rock Café um Cocktails zu schlurfen. Ich hatte einen Mango Tango $12 und Linda einen “irgendwas blaues” Rita für $8. Dafür gabs ein Glas kostenlos im Gift-Shop. Dort kauften wir auch gleich noch einen Sweater (Altdeutsch: Strickjacke), ein Top (Altdeutsch: Unterhemd) und ein Tee (Neudeutsch: T-Shirt). Wir unterhielten uns noch mit der Managerin über das Metallica Konzert, Deutschland und Kanada und dann verabschiedeten wir uns mit etwas erleicherter Kreditkarte.
Nun ging es zurück ins Hostel – die Beine entspannen. Abends haben wir uns aufgemacht Toronto bei Nacht zu filmen und zu fotografieren. Das hat bis auf einige Unterbrechungen auch super geklappt. Da war ein netter älterer Mann, der uns unbedingt etwas vorsingen wollte – für ein paar Dollar “Change” (Wechselgeld) natürlich – oder die zwei Chinesinnen, die so gerne fotografiert werden wollten – auch wenn ihr Handy nicht so toll wie meine Kamera wäre
Es kamen einige gute Aufnahmen dabei rum und wir hätten auch gern die ersten Videos gezeigt, wenn wir sie denn auf das Macbook bekommen würden. Die Kamera streikt nämlich und nimmt keine Kassette mehr an
.
