Vergesslichkeit ist eigentlich eine Sache, die niemand gerne erlebt und Demenz als Krankheitsbild etwas schreckliches zu erleben. Dennoch forschen Entwickler daran, wie man Software Vergesslichkeit beibringen kann und welches Maß dafür zu finden ist. Denn unser Gehirn speichert nicht einfach eine Liste von Informationen ab, es verwebt und verstrickt Informationen zu Knoten und je mehr Knoten zu einem Thema gehören, desto wichtiger und langlebiger ist die Information.
Auch in der Spieleentwicklung ist es wichtig Vergesslichkeit bei künstlicher Intelligenz einzubauen. Man sollte allerdings die künstliche Intelligenz so weit haben, dass sie die Probleme löst, bevor sie vergisst überhaupt welche gehabt zu haben. Auch ein Quest-Geber in einem Rollenspiel, der vergessen hat, dass er die Quest vergeben hat, wäre eine denkbarer Ansatz, richtig eingesetzt kann sowas zu viel Frust beim Spieler führen. Denn eine Quest, die man bis in alle Ewigkeit mit sich rumträgt gäbe es schlicht nicht. Man würde sie vergessen.
In einigen Spielen wie Splinter Cell oder Batman (Arkham Asylum) werden solche Effekte bereits verwendet. Die Gegner haben einen Nervositätsindex, der sich erhöht, wenn sie etwas sehen oder hören und verringern kann, wenn sie vergessen. Der Einsatz in diesen Spielen ist jedoch sehr plakativ und stark verbesserungswürdig. Interessanter sind da schon die Ruf- und Fähigkeitenwerte in GTA (z.B. San Andreas oder IV). Der Charakter “vergisst” sein Sättigungsgefühl und bekommt Hunger. Die erfolgreiche Mission, die zur Ruferhöhung führt, wird nach einer Weile wertlos, weil manden Questgeber vernachlässigt hat.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vergessliche-Computer-967153.html