Auf der Cebit war ich diese Woche zu Besuch um mir verschiedene Dinge anzusehen. Zum Einen wollte ich mir einen Überblick über CRM-Systeme verschaffen, außerdem wollte ich sehen was es an Open-Source Software neues gibt und was die Hardwarehersteller interessantes zu bieten haben.
Die CRM – System auf der Cebit konnten mich nicht wirklich überzeugen. Einzig ein Controlling-System Reporta faszinierte mich mit seinem wiklich ausgewogenen User-Interface, welches endlich die puren Zahlen (auch während der aktuellen Krise) erträglich darstellt. Für das iPhone bietet der Hersteller eine Applikation an, die das komplette Zahlen-Material, sowie Projekte und Kundendaten zugänglich machen soll. Leider konnte auf Nachfrage keine Schnittstelle zu anderer Software für Ticketmanagement oder einer Warenwirtschaft geboten werden. Dennoch ist die Software definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Ich würde mir mehr Software diesen Kalibers wünschen.
Ein weiterer Hersteller (Sage) bietet Software für den kaufmännischen Einsatz, die flexibel durch eigene Masken und ein Cockpit (DashboarD) angepasst werden kann.
In der zugegeben kleinen Open-Source Ecke unterhielt ich mich mit Vertretern der Software scribus (ein Pages Ersatz) und natürlich http://blender.org. Scribus wirkte recht ausgefeilt, wenn es auch am Mangel der Multimedia-Fähigkeiten seines Hostsystems (Linux) leidet. Hier würde eine systemweite Medienübersicht oder eine Bildbearbeitungsfunktion vieles erleichtern.
Sehr interessant vor allem was die Entwickler von Blender vor haben. Die großflächig neugeschriebene Version 2.5 soll noch dieses Jahr herauskommen und mit einer Makro-Recording Funktion und einer automatisierten Python API punkten. Die Recording Funktion kann genutzt werden um wiederkehrende Arbeitsabläufe zu beschleunigen und in Verbindung mit Blenders flexiblem Dateiformat eingebettet in eine Datei als Videotutorial genutzt werden. Die neue Python API soll dafür sorgen, dass einmal in Blender implementierte Funktionen automatisch ein über Python zugängliches Aquivalent haben. Ich bin gespannt, die SVN Snapshots, die man im Moment herunterladen kann, sind leider noch nicht stabil genug um eingesetzt zu werden.
Schlussendlich begab ich mich zum Microsoft Stand und konnte einem interessanten und amüsanten Vortrag über Silverlight beiwohnen. Interessant ist an Silverlight, dass Silverlight an viele Programmiersprachen angebunden werden kann.
Die Hardwarehersteller konnten man wieder mit blinkenden USB-Stiften, LED-Ventilatoren und ähnlichen Wichtigkeiten punkten. Aber mal Spaß beiseite vor allem Netbooks gab es zu sehen. Vor allem MSI und ASUS hatten einiges zu bieten. Was MSI allerdings mit seinem wirklich schlecht nachgebauten iMac Clone bezwecken möchte ist mir ein Rätsel. Abgesehen von der schieren Hässlichkeit des Gerätes konnte man sich schnell vom DVD-Einschub in der Seite (man sieht ihn ein wenig auf dem Foto vorstehen) abschrecken lassen.
Es gab natürlich auch ein paar Kuriositäten zu sehen. Vom Rennenfahren mit dem Akkuschrauber über riesige Kühlkörper, die erahnen lassen wie “clever” die Technik darunter zu sein glaubt bis hin zum Lamborghini auf dem Stand, der den fehlenden optischen Anspruch der eigenen Hardware aufwerten soll.