Gääähn. Es ist jetzt 7:46Uhr in Toronto und wir haben die erste Nacht hinter uns gebracht. Aber beginnen wir mit unserem Reisebericht mal am Anfang.
Magdeburg, Alemannstraße 2 Uhr früh. Linda und Kai stehen nach einer 4 stündigen Nacht auf. Alle Koffer sind gepackt, die Heizung runtergedreht und der Kühlschrank abgetaut. Alles in den kleinen Fiesta geraffelt und auf nach Hamburg. Dort kamen wir auch pünktlich 5:25 Uhr an, stellten unser Auto auf einen Parkplatz und warteten auf den Shuttle Service zum Terminal. Um diese Uhrzeit sind die Busfahrer nicht gerade zimperlich, aber Kai hat es ohne grün zu werden überstanden.
Am Terminal gaben wir unser Gepäck auf und dann ging das große Warten los. Da wir ja dank Uhrumstellung eine Stunde gewonnen hatten und auch noch eine Reserve für den Fall eines Staus hatten, mussten wir also 2h am Terminal warten. Die Zeit verbrachten wir damit andere Leute zu beobachten. Abschiedszeremonien, hektische Menschen, die noch ihren Flug kriegen müssen und und und.
Endlich haben wir uns aufgerafft auch an die Gates vorzudringen. Zuvor natürlich noch Gepäck scannen und, was soll ich sagen, der Sicherheitsbeamte und ich waren der Meinung ich hätte Blei gefrühstückt.
Nachdem wir den Rest der Zeit an den Gates gewartet hatten, öffnete sich endlich die Tür zum Flugzeug und wir betraten einen A321 der Lufthansa nach München. Wir nahmen Platz und freuten uns auf das, was da nun kommen würde.
Der Flugzeugstart war eine Wucht. Solche Beschleunigung hatten wir noch nicht erlebt. In Null-komma-nichts hatten wir die 2km Startbahn hinteruns, waren über der Stadt und schon in den Wolken. Wenige Sekunden später schwebte die Maschine in strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel dahin. Einige Minuten darauf landeten wir in München. Unglaublich, dass man so schnell reisen kann. In München warteten wir auf unseren Anschlussflug direkt nach Toronto mit der Air Canada. Dieses mal war es eine Boing 767. Eine zweistrahlige schon sehr große Maschine. Auch hier machte uns der Start und die Landung besonders viel Spaß. Sicherlich hat man in den Flugzeugen nicht so viel Platz wir in einem Auto, aber man muss sagen, es ist ausreichend auch für die Zeit gewesen. Die netten Stewardessen, die regelmäßig mit Essen und Getränken vorbeirollten taten ihr übriges dazu den Flug so angenehm zu gestalten, wie er war.
Noch dazu kam, dass an Bord der Boing ein Entertainment System installiert war. Hier konnte man allerlei Filme, Fernsehen und Musik genießen. Das Display war in der Lehne des Vordermanns angebracht. Die Kabinen waren über LEDs indirekt beleuchtet – passend zur jeweiligen Tageszeit, Gelb, Pink, Orange und so weiter.
Ich bin ja bekannt dafür, dass mir schnell schlecht wird. Aber in keinem der beiden Flugzeuge fühlte ich mich irgendwie komisch. Der Grund? Die Bewegungen dieser großen Maschinen sind so konstant, dass ich mich daran gewöhnen kann, diese Kräfte im Magen zu spüren.
Wir genossen die Aussicht aus den Maschinen in 10000 Metern höhe sieht man einiges. Wir sahen die Alpen, die niederländische Küste, Schottland, Grönland, den Atlantik und die Nordsee natürlich auch und zum Schluss Kanada von oben. Kanada bestand bis zu unserer Landung gefühlt aus Bäumen und Wasser. Wo keine Bäume wuchsen, war ein See und wo kein See war, waren Bäume.
Als wir gelandet sind mussten wir feststellen, dass Kanada aber auch aus Beton, Glas und Stahl besteht. Wir nahmen einen Shuttle-Bus, der $62 für insgesamt 4 Touren kostete und wurden ganz in der Nähe unseres Hostels abgesetzt. Nach einem kleinen Einkauf einiger Kosmetika in einem 24 Stunden Markt packten wir uns einfach nur noch ins Bett.